5 mentale Tools um Krisenzeiten abzufangen

5 mentale Tools um Krisenzeiten abzufangen

Fünf Techniken, um sich selbst in Krisenzeiten zu stabilisieren und dem inneren Kritiker sowie negativen Gedanken wirksam Einhalt zu gebieten.

 

wings-29436_12801. Innerer Zuspruch durch eigenen „äußeren“ Begleiter

Was ist mental das Schlimmste in schwierigen Zeiten? Der innere Kritiker!! Er läuft zu seiner Bestform auf und schwächt uns nachhaltig in einer eh schon schwierigen Situation. Dieser Selbstsabotage muss Einhalt geboten werden.

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Nun wird der Kritiker immer Kritiker bleiben und aktuell ist Deine mentale Kraft vielleicht zu angeschlagen, um ihn wirksam in seine angemessenen Schranken zurückzuweisen.

Deshalb konzentriere Dich auf etwas anderes : schaffe Dir einen „äußeren“ Freund! Versuche Dich selber so zu betrachten und zu behandeln, wie Du es mit einer/m HerzensfreundIN machen würdest.

Hierbei spielen zwei Aspekte positiv zusammen :

Den meisten Menschen fällt es viel leichter, positive Eigenschaften an anderen zu entdecken als an sich selber! Deshalb versuche tatsächlich eine „äußere“ freundschaftliche Position zu Dir zu finden und Dich mit den Augen eines wohlwollenden und unterstützenden Freundes zu sehen und so auch Deinen inneren Dialog zu gestalten!

Nimm‘ etwas Abstand, damit Du besser sehen kannst. Diese Distanz kann Dich etwas aus Deinem aktuellen inneren Gefühlszustand herauslösen. Und anstatt hilflos in all dem Dunkel zu versinken, wird es ermöglich, die

Gefühle eher zu betrachten als von ihnen zu mitgerissen und bestimmt zu werden.

 

 

icons-1612447_1280 2. Dankbarkeitstagebuch

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Davon hast Du sicher schon gehört und ich habe auch schon darüber geschrieben. (6 praktische Tools in Krisenzeiten)

Diese Übung öffnet den Fokus über all das Negative hinaus und macht innerlich beweglicher und gerechter.

Wenn Du aktiv nach dem Ausschau hältst, für das Du trotz allem dankbar sein kannst, weitet sich Dein Blick auch für Möglichkeiten, die unter der ganzen Negativpackung nicht ausfindig zu machen waren.

 

 

bird-2724144_960_720 3. Segnen

Das wirkt bestimmt zunächst bizarr.

Ich selbst mochte es am Anfang überhaupt nicht. Aber die Erfahrung hat mich überzeugt, dass es eine wirklich einfach zu praktizierende Geste ist, die mich in allem Weiteren heilsam unterstützt. Innerlich hilft mir das Segnen zu Akzeptanz und Frieden. Ich kann mich emotional Stück für Stück wieder entspannen und werde ruhiger. Mein durchs innere Gefühlschaos getrübter Blick wird wieder klarer und auch gerechter, mein Inneres wieder weiter.

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Die Technik ist supersimpel. Innerlich (oder auch laut) spreche ich einfach nur : Ich sege Dich, ….. ! Meine liebe Sch..situation, liebeR KollegIn, liebeR NachbarIN …. und eben alles, wovon ich gerade den Eindruck habe, dass er, sie, es so richtig fies zu mir ist und mein Leben so richtig schwer macht.

Dabei ist noch nicht einmal besonderes Wohlwollen oder Aufrichtigkeit vonnöten. Nein! Nur Wiederholung.

Anfänglich fällt’s schwer, aber jede Wiederholung löst mehr Druck.

Probiere es einfach mehrmals aus. Du kannst alles segnen, die quietschende Tür genauso wie Deinen Schmerz.

Segnen erinnert uns wieder an das Wissen und Verständnis, dass wir Menschen nicht so leicht aus unserer Rolle schlüpfen können und eigentlich ständig unser Bestes geben. Das gilt natürlich nach deren Maßstäben auch für die anderen Menschen!! (Und jeder Mensch hat ein Recht auf seine eigenen Wertmaßstäbe.)

Nur will und kann man diese Betrachtungsweise im eigenen Gram natürlich „nicht gebrauchen“. Deshalb : Segnen.

 

 

be-1357825_1280 4. Akzeptanz

Was willst Du tun? Noch mehr Druck und Leiden erzeugen, indem Du innerlich wieder und wieder gegen das, was jetzt ist, anrennst? Ich weiß schon, wie schwer es ist, all diesen verletzten und wütenden Gefühle ausgesetzt zu sein. Trotzdem : es bringt rein gar nichts. Der ungute Zustand wird verfestigt und lähmt Dich darin, möglichst schnell wieder herauszufinden.

Betrauere all‘ Deine Wunden und öffne Dein Herz! Sage : Ja! (HerrGottverflüchtignochemal …)

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Wenn Du nur einmal diesen Frieden erlebt hast, der sich dann sofort in Dir ausbreitet, dann weißt Du einfach, wie wichtig dieses innere „Ja“ ist und wie töricht alles andere! Du schiebst nur die Not-wendigkeit vor Dir her und bleibst im negativen Gefühlskarussell.

Manche Menschen bleiben sehr lange darin stecken und gehen als wütende resignierte Zeitgenossen durch ihr Leben. Ich kann sie verstehen, aber sie sind mir sehr nachdrücklich warnende Beispiele.

 

Krisenzeiten sind oft von innerer Unruhe begleitet. Viele Gedanken kreisen um eine radikale Veränderung und manchmal ist es sicher sinnvoll, den inneren Druck zu nutzen und schon längst fällige Veränderungen anzugehen. Doch nicht immer ist das möglich und auch nicht immer sinnvoll.

Deshalb mein fünfter Tipp.

 

chess-26774_1280 5. Schachmentalität

Deine Situation scheint erdrückend, verfahren und sehr kompliziert. Okay! Trotzdem ist Aufgeben keine Option, denn Du weißt ja : wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Wer dagegen weiter probiert, kann gewinnen und die Situation Zug um Zug zu seinen Gunsten beeinflussen.

Dabei bringt es kaum etwas, gleich über eine alles klärende Endlösung oder den einen großen Durchbruch nachzudenken. Der Kraftakt einer solch radikalen Veränderung wäre in den meisten Fällen zu immens und oft mit zu vielen Kollateralschäden (für die keine Kräfte übrig sind) verbunden. Solche Planungen sind darüber hinaus sehr fehleranfällig, da sich naturgegeben nicht alle beeinflussenden Parameter kontrollieren lassen.

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Mein Rat ist : Haushalte lieber mit Deinen Kräften und verabschiede Dich von den großen sofortigen (Traum)Lösungen.

Konzentriere Dich auf das jetzt Mögliche !

Egal in welcher schwierigen Konstellation Du Dich befindest und wie wenig vorteilhaft sie ist oder erscheint : Es geht erstmal nur darum, in der jetzigen Situation den bestmöglichen Schritt zu tun und sich immer wieder aufs Neue für die beste jetzt machbare Variante zu entscheiden.

Nach mehreren Runden sollte sich Deine Ausgangsposition schon deutlich verbessert haben. Und natürlich kannst Du immer größere Schritte wagen, wenn äußerer und innerer Druck nachlassen.

Aber es zählen eben auch die kleinen Schritte, die wohlgesetzt Dich schneller voran bringen und sich besser bewältigen lassen. Sie bieten Dir außerdem mehr Raum für Korrekturen. Du kannst immer ohne allzu viel Kraftaufwand nachfeilen. Eine wichtige Bedingung besonders für Zeiten, in denen die Dinge eben nicht leicht von der Hand gehen oder optimal laufen. (Kleinere Schnitzer lassen sich leichter ausbügeln.)

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Hoffentlich konnte ich Dir einige Anregungen und vor allem Mut mitgeben.

Ich wünsche Dir von Herzen  herz eine gute, eine fröhliche Zeit !! ..oder eben, dass Du ganz schnell dorthin wieder zurück findest!

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